Kognitive Mathematik

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Inge Schwank

 

 

QuaDiPF C-27

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Diese Aufgabe läßt sich prädikativ gut lösen.
(Eine gleichermaßen brauchbare funktionale Lösung ist uns bislang nicht bekannt.)

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Prädikative Lösung

Im Falle einer prädikativen Lösung werden bekanntlich die einzelnen Figuren auf ihre charakterisierenden Eigenschaften hin untersucht und figurweise in Beziehung zueinander gesetzt.

Eine Lösung ist möglich, indem zeilen- bzw. spaltenweise Boden-, Deckel- sowie Wandart als zentrale Eigenschaften benutzt werden ( - ein prädikatives Vorgehen, das vergleichbar zu der Lösung bei der vorangehenden Aufgabe ist.)

Ein anderes typisch prädikatives Vorgehen ist, die gegebenen Figuren in Mengen zusammenzufassen, wobei sich die Mengenzugehörigkeit aufgrund der mengendefinierenden Eigenschaften ergibt.

In dem vorliegenden Bild kann man in ausgewogener Weise beispielsweise folgende drei Mengen aufmachen:

  • Menge der Quadrate
  • Menge der Häuser
  • Menge der Trapeze

Dabei sind die Wörter "Quadrate", "Häuser", "Trapeze" als Mengennamen gebraucht. Es kommt nicht darauf an, ob in anderen Erfahrungszusammenhängen Objekte, die solche Namen tragen, auch tatsächlich genau so aussehen. Mathematiker würden dazu neigen, von den Mengen A, B und C zu sprechen. Sicher ist es häufig leichter auf der Grundlage von gehaltvollen Wörtern die einzelnen Figuren als Element einer bestimmten Menge zu erkennen.

Jede der genannten Mengen besteht aus drei Elementen, die sich in gleicher Weise in ihrem Boden unterscheiden: der Boden ist vorhanden, teilweise vorhanden, nicht vorhanden. In der Menge der Trapeze fehlt das Trapez mit dem vorhandenem Boden.

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Nächste Aufgabe.

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Copyright: Inge Schwank, University of Osnabrueck
Last modified: 2000 Feb 20