Kognitive Mathematik

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Inge Schwank

 

Eine der grundlegenden Fragestellungen der kognitiven Mathematik ist, welche geistigen Mechanismen wesentlich am mathematischen Denken beteiligt sind. Die Schwierigkeit, Antworten zu finden, liegt darin begründet, daß Wissen über die Inhalte der Mathematik mit Wissen aus den Disziplinen der Hirnforschung und des menschlichen Verhaltens eine Verbindung eingehen muß.

Die Entfernung zwischen diesen Wissensgebieten ist riesig. Einer der wenigen Grenzgänger auf der Seite der Mathematik ist Hadamard. Zu Beginn seiner Ausführungen weist er auf das Problem des notwendigen Brückenschlags hin:


»That difficulty is … one which, in an increasing number of instances, hampers the progress of our knowledge: I mean the fact that the subject involves two disciplines, psychology and mathematics, and would require, in order to be treated adequately, that one be both a psychologist and a mathematician

Hadamard, Jacques (1954): The Psychology of Invention in the Mathematical Field. p.1. New York: Dover

Jacques Hadamard
1865-1963

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Das didaktische Anliegen ist, dafür zu sorgen, daß das Wissen auf geeignete Weise in den Kopf "kommt".

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Copyright: Inge Schwank, University of Osnabrueck
Last modified: 1998 Nov 01